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53. KUNST-MESSE MÜNCHEN, Oktober 2008

Künstler

Der Kunsthandel Ralph R. Haugwitz wird vom 18. bis 22. 10 auf der Kunstmesse München, Stand B 8 (Halle B 6), vertreten sein  –  Informationen des Veranstalters: www.kunstmessemuenchen.de

Die Auswahl der Exponate für die Kunstmesse München 2008 knüpft an die Ausstellung im April in Paris an. Dort waren vorwiegend Zeichnungen der Deutschen Romantik zu sehen. Der thematische Rahmen war eng: Werke von Vorläufern und Vertretern der Dresdener Romantik bildeten den roten Faden.

Auch in München steht die Zeichenkunst der Romantik im Vordergrund.
Die Auswahl ist jedoch breiter gefächert. Von namhaften Künstlern wie C. F. Gille (1805 – 1899) ist eine frühe aquarellierte Baumstudie zu sehen, von F. Overbeck (1789 – 1869) eine Studie mit Krebs- scheren, von A. L. Richter (1803 – 1884) das ungewöhnliche Motiv eines Satyrs mit tanzender Hexe und von F. Salathé (1793 –  1858) ein Aquarell des Castell Gandolfos.
Der Greifswalder Schüler von Caspar David Friedrich, Johann Friedrich Boeck (1811 - 1873), ist mit einer kontemplativen Ostseeküste bei Vollmond vertreten: vom Strand aus auf einem eingeholten

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Ruderboot sitzend, blickt ein Fischer auf die Weite des vom Vollmond beschienenen Meeres. Die Münchner Romantik ist z. B. mit Baumstudien von Cantius Dillis (1779 – 1854) und einer Kinder-gruppe Wilhelm von Kaulbachs (1805 – 1874) repräsentiert. Eine neuentdeckte italienische Landschaft Heinrich Reinholds (1788 - 1825) wird erstmalig ausgestellt.

Altmeisterzeichnungen vervollständigen das Bild: Schrift- und Zeichenkunst sind auf dem doppel- seitigen Allianzwappen vereint, welches Pangratz Bernhaubt, genannt Schwennter (1481 Nürnberg 1555) um 1550 zeichnete. Um 1600 schuf Rudolf Braemi (1576 – 1611) ein Erinnerungsblatt an die erloschene Familie Koch. In suggestiver Emblematik ringeln sich Schlangen durch einen Schädel, der die Helmzier des Familienwappens ersetzt. Das Paradies mit einer Heerschar von Heiligen verbildlichte Johann Sartor um 1730 in subtiler warmer Farbigkeit. Drei großformatige Parkansichten, die ein anonymer Dilletant um 1785 schuf, versetzen den Betrachter in die Welt von Goethes Werther.

Fünf ausdrucksstarke Charakterköpfe, die der Franzose Jean-Baptiste M. Pierre (1714 - 1789) in roter Kreide zügig zu Papier brachte, und der in meditativer Ruhe auf Kundschaft wartende Kutscher von Charles Huard (1874 - 1965) bilden zusammen mit einigen skurrilen und dekorativen Blättern erfri-  schende Kontraste.

     

 

 

Für größere Abbildungen und Werkbeschreibungen der Beispiele bitte auf die Miniaturen klicken

 

   

    

   

Rudolf Braemi

Pangratz Bernhaubt

Monogrammist »R«

   

 

Jean-Baptiste M. Pierre

J. H. W. Tischbein

rechts:
Berliner Künstler um 1800

   

 

   

J. F. Boeck

Conrad Böse

Heinrich Dreber

   

 

   

Friedrich Gauermann

Christian F. Gille

Wilhelm Kaulbach

   

 

   

Heinrich Reinhold

Friedrich Overbeck

   

 

   

Peter von Krafft

A. L. Richter

Friedrich Salathé

   

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