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Vermutlich handelt es sich bei dem Dargestellten um einen sogenannten
Naturapostel.
Schwarze Kohle auf grobem beigem Bütten, 463 x 283 mm, mit Bleistift links
unten signiert: "C. Böse"
Zustand: frisch erhalten.
Von 1875 bis 1880 war Böse Schüler der Königlichen Akademie der Bildenden
Künste Berlin bei P. Thumann und K. Gussow. Ab 1892 hatte er dort eine
Professur inne und war von 1893 bis 1920/21 Lehrer für anatomisches Zeichnen.
Viele seiner Motive entstanden während seiner häufigen Reisen nach Tirol. Im
Katalog der Großen Berliner Kunstausstellung, Berlin 1909, sind auf der Seite
39 Werke
von Böse aufgeführt,
die im Saal 13 ausgestellt waren, worunter sich die Nr. 586,
"Bauernbursche" betitelt, befand. Auf diese Zeichnungen bezieht sich
der ungenannte Autor im Allgemeinen Lexikon von U. Thieme und F. Becker, Leipzig
1910, Bd. 4 auf S. 206, die er wie folgt charakterisiert: "... zeigte in
einer Kollektivausstellung in der Großen Berliner Kunstausstellung 1909 seine
meist vortrefflich gezeichneten, lebensvollen Skizzen figürlicher und auch
landschaftlicher Sujets."
Allgemeine Angaben zu Böse:
E. Purpus in: Saur, Allgemeines Künstler-Lexikon Bd. 12, München-Leipzig 1996,
S. 96.
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