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Feder und Lavierungen in Braun über Vorzeichnung in Grafit, 163 x 223 mm, unten
rechts in Graphit beschriftet: "Prete di Savoia" (dem Duktus nach wohl
ein Vorbesitzer im 18. Jahrhundert), verso Sammlerzeichen: schwarzes Kreuz nicht
bei Lugt; beschriftet in Blei: "Gendobono. B.455" NR "R 91";
unten in Rot die Zahl: "1265"
Herkunft: Schweizer Privatsammlung.
Zustand: drei kleine Wurmgänge, unten links ein größerer Tintenfleck, in der
rechten Bildhälfte drei weitere kleine Flecken.
Vorlage war die Szene im sechsten Gewölbejoch der Loggien Raphaels, in der
Jakob seine beiden künftigen Frauen Rachel und Lea trifft (Szene B). Abweichend
von dem von Tommaso Vincidor ausgeführten Fresco ist Fiasella‘s Jacob ein
alter Mann. Auch in den vegetabilen und landschaftlichen Motiven wurde die
Vorlage variiert. Siehe hierzu: Nicole Dacos, Le Logge di Raffaello, Rom 1977,
Text S. 175 - 176, Tafeln XXVI a und b.
Wir danken Mary Newcome-Schleier für die Zuschreibung und den Hinweis, daß es
sich um ein Frühwerk handelt (mündliche Mitteilung vom 12.03.2003).
Fiasella ging früh bei Giovanni B. Paggi in Genua in die Lehre. 1607 folgte
eine zehnjährige Weiterbildung in Rom. Intensiv studierte er Raffael. Weitere
Anregungen erhielt er von Künstlern aus Bologno und Florenz. Ab 1617 war
Fiasella in Genua ansässig. Seit Paggis Tod (1627) galt er als Haupt der
Genueser Schule.
Allgemeine Literatur zu Fiasella:
Mary Newcome, Drawings and paintings by Domenico Fiasella, in: Paragone, 46,
1995, Heft 543/545, S. 41 - 63.
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