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Aquarell über
Pinselzeichnung, Vorzeichnung der Figuren in schwarzer Kreide, 254 x
211 mm; kaschiert auf das Fragment einer Bleistiftzeichnung mit
grotesken Motiven (datierbar Mitte des 19. Jahrhunderts)
Zustand: unten links eine kleinere Fehlstelle
Zwei Jahre nach Studienbeginn an der Dresdner Kunstakademie entstand
dieses Aquarell in jenem Jahr, als Gille von dem Landschaftsmaler
Johan Christian Dahl (1788 - 1857) als Atelierschüler angenommen
worden war. Ab dieser Zeit begreift er sich als Landschaftsmaler, ist
die sächsische Landschaft Thema seiner Bilder. Jedoch erst 1829 ist er
mit einer Landschaft in Öl auf der Dresdener Akademie-Ausstellung
vertreten. Das bildmäßig bis in die feinsten Details ausgearbeitete
Aquarell stellt eine interessante Vorstufe zu seinem malerischen
Oeuvre dar, das in den skizzenhaften, direkt vor der Natur
entstandenen Ölskizzen größte atmosphärische Dichte erlangt.
Prof. Helmut Börsch-Supan (Berlin) schulde
ich Dank für die Zuschreibung des Aquarells (mündliche Mitteilungen im
Februar 2008).
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