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JOHANN WILHELM MEIL D. J.
1733 Altenburg in Thüringen - 1805 Berlin

Tänzerin

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Zart aquarellierte Pinselzeichnung, 124 x 88 mm, unten rechts mit feinem Pinsel monogrammiert: "J.W.M", rückseitig in schwarzer Kreide alt beschriftet: "J. W. Meil"

Zustand: abgesehen von kleinen zarten, die Bildwirkung nicht beeinträchtigenden Stockflecken frisch erhalten.

Wie sein Zeitgenosse Daniel N. Chodowiecki war Meil Zeichner, Radierer und Buchillustrator. Er begann als Autodidakt. 1752 setzte er seine Ausbildung bei Johann Michael und Johann Christian Hoppenhaupt in Berlin fort. Als Kostümzeichner war er lange Zeit für das Berliner Hoftheater tätig. 1801 wurde Nachfolger Daniel Chodowieckis als Direktor der Akademie.

Möglicherweise handelt es sich um einen Entwurf für J. J. Engels "Ideen zu einer Mimik", Reutlingen 1804. Unter den 23 erläuternden Kupfern (39 Figuren) wäre vergleichbar jene weibliche Figur einer Schäferin (?), die mit weit ausgebreiteten Armen in heraneilender Pose wiedergegeben ist ("einer vom Boden sich gleichsam in die Luft hebenden Figur" etc.) - diese steht hier für "Entzücken".
(schriftlich Mitteilung von Frau Dr. Hella Reelfs vom 17.10.2001)