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JULIUS HEINRICH SCHWARTZE
1706 Dresden 1775

Prospect der berühmten Dresdnischen Brücken ü. d. Elbe

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Feder in Rotbraun ebenso laviert teilweise über Bleistiftvorzeichnung, Einfassungslinie in Schwarz, 282 x 549 mm, Wasserzeichen: Lilienwappen, rechts unter der Einfassungslinie signiert: "Julius Heinrich Schwartze"

Zustand: zwei Vertikalfalten, eine davon ca. 10 mm eingerissen, sonst frisch erhalten

Schwartze war Architekt, Schüler Longuelunes, 1752 Nachfolger Knöffels als Oberlandbaumeister, führte das Dresdner Rokoko auf den Höhepunkt: Palais und Garten Moscynska, Brühlsche Kleinbauten, Katholische Hofkirche, Erhöhung und Vollendung des Turmes, 1752-55, Taschenbergpalais, Westflügel, 1756, Kapelle,1756 ff., Palais Schönburg, vor 1756 ff, Palais Cosel, Umbau, Aufstockung, Anbau der Seitenflügel, Festsaal, 1762 ff. Aus: Fritz Löffler, Das Alte Dresden, Dresden 1962, S. 404 – 405.
Nach der Verwüstung Dresdens 1760 lieferte Schwartze Entwürfe für einen Bebauungsplan, führte eine Zeitlang auch die Aufsicht über die Malerakademie. Lor. Zucchi stach nach Zeichnungen von Schwartze (siehe T.B., Bd. 30 S. 367).
In der Albertina (Wien) befindet sich eine großformatige Vedute der Augustusbrücke von Johann Alexander Thiele (1685 Erfurt - 1752 Dresden) die eine ähnliche bauliche Situation wiedergibt (Inv. 3830), ca. 310 x 1000 mm, abgebildet in: Kat. Die Albertina und Das Dresdner Kupferstichkabinett, Dresden 1978, S. 166, Abb. 193.