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JOHANN HEINRICH WILHELM
TISCHBEIN
genannt GOETHE-TISCHBEIN, 1751 Haina – 1829 Eutin |
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Figurenstudien zu Homer |
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Feder in Braun über Vorzeichnung in Graphit.
Verso: Figurenstudie des Laokoon in Graphit seitlich von rechts
gesehen, dort in brauner Tinte wohl von Tischbein beschriftet.
Bütten mit Wasserzeichen: zweigeteilten Wappen darüber männliche
Halbfigur mit ausgebreiteten Arme. Deutsch um 1800.
Wohl eine Vorarbeit für die nach 1809 in Eutin entstandenen
großformatigen Homerkommentare nach Johann Heinrich Voß (1751
Sommerstorf – 1826 Heidelberg);
Zustand: Papier gebräunt an den Rädern außerhalb der Darstellung
gefaltet.
Provenienz: Prof. Strack, Berlin; Baronin Ursula Zaborsky von
Wahlstätten, Düsseldorf
Mitglied einer weitläufigen Künstlerfamilie erhielt Tischbein ersten
Unterricht bei seinem Onkel J. H. Tischbein d. Ä. in Kassel. Ab 1766
wohnte und lernte er in Hamburg bei seinem Vetter Jacob Tischbein,
dann bei J. D. Lilly. Es folgen ausgedehnte Reisen nach Amsterdam
(1771), Bremen, Kassel und Hannover und schließlich 1777 nach Berlin.
Von 1779 -1782 und 1783-1787 lebt Tischbein in Italien, vornehmlich in
Rom. Während des zweiten Italienaufenthaltes trifft er Goethe, den er
1787 auf einer Reise nach Neapel begleitet und in der Zeichenkunst
unterrichtet. 1799 kehrt er nach Deutschland zurück, zunächst nach
Hamburg, ab 1808 ist er in Eutin ansässig.
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